Mensa 2.0: Die Hochschulkantine der Zukunft


Worum geht’s?
Wenn sich die Art wie wir lernen verändert, wie muss sich dann die Mensa anpassen? Mit dieser Frage als Startpunkt wurden durch qualitative, auf den Menschen ausgerichtete Forschung die Bedürfnisse und Herausforderungen von Verbraucher*innen und Interessengruppen im Umfeld der Hochschulkantine identifiziert.

Das Ergebnis der Trend- und Feldforschung ist ein umfassender Report, der vier unterschiedliche Szenarien einer Zukunfts-Mensa aufzeigt. Jedes Szenario skizziert mögliche Lösungen, die auf die Bedarfe von Nutzer*innen und Umwelt ausgerichtet sind und den rasanten gesellschaftlichen Veränderungen gerecht werden.

Ergänzt wird der Report durch potentielle Interventionsfelder für Innovation und Veränderung und einer Auflistung der für die Zukunftsszenarien ausschlaggebenden gesellschaftlichen Trends.


Herausforderung
Fast jeder Mensch in Deutschland hat schon einmal in einer Mensa oder einer Betriebskantine gegessen und verbindet damit ein bestimmtes Erlebnis. Zu häufig ein negatives: Zu laut, zu unpersönlich, zu geschmacklos. Wir sagen: Es geht auch anders. In Kooperation mit dem KErn - Kompetenzzentrum für Ernährung Bayern haben wir das Projekt „Mensa 2.0“ ins Leben gerufen. Wie sieht eine Studierenden-Mensa der Zukunft aus? Wird sie digitaler und in der Lage sein, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren? Sollte sie Kreativität in der Küche fördern und kann sie dadurch zu einem attraktiveren Arbeitsplatz werden? Welche Art von Essen serviert die Mensa der Zukunft? Könnte künftig Haute Cuisine auf den Tellern der Studierenden landen? Und ist das heutige Modell „Mensa“ überhaupt noch zukunftsfähig? Dies ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die wir uns in unserem Forschungsprojekt Mensa 2.0 auf der Suche nach der Zukunft der Hochschulkantine gestellt haben.




Methode und Herangehensweise
Vier Wochen lang hat sich unser Forschungsteam im erweiterten Mensa Kosmos bewegt und Zustände, Wünsche und Potentiale der Gemeinschaftsverpflegung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erforscht. Basierend auf einem qualitativen, humanzentrischen Ansatz und der Design Thinking Methodologie sind wir im Rahmen unserer Forschung sechs Phasen durchlaufen: Verstehen, Beobachten, Definieren, Ideen und Prototypen entwickeln und Testen. Wir sind selber Gäste in verschiedenen Mensen und Kantinen gewesen, haben Abläufe beobachtet und miterlebt und mit Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven qualitative Interviews geführt und Best- und Worst Practice Beispiele ausgewertet. Zu unseren Interviewpartner*innen zählten Studierende, Landwirt*innen, Berater*innen, Caterer, Köch*innen, Foodpreneure, sowie Vertreter*innen von Universitäten, Studierendenwerken, Ministerien & Politik, NGOs, Mensen, Betriebskantinen, Theaterkantinen, Start-Ups und Restaurants. Zusätzlich haben wir uns von innovativen Gastronomiekonzepten und Mensa-Vorreitern inspirieren lassen, wie zum Beispiel dem Isla Café, der Data Kitchen oder der Mensa der UNISG in Bra, Italien.



Aus den gewonnenen Erfahrungen haben wir relevante Informationen herausgefiltert, indem wir uns auf Überraschendes und Faszinierendes, auf sich wiederholende Muster und Themen, und auf Dinge mit besonderer Relevanz für das heutige Zeitalter konzentriert haben. Die Erkenntnisse haben wir interpretiert und in 23 thematische Handlungsfelder zusammengefasst. Die einzelnen Handlungsfelder haben es uns ermöglicht, uns auf spezifische Herausforderungen zu konzentrieren.

Die Handlungsfelder zeigen Interventionsmöglichkeiten auf und machen deutlich, wo Entwicklung und Innovation nötig und möglich sind. Basierend darauf haben wir unterschiedliche Szenarien für eine Mensa der Zukunft entwickelt, die Nutzerbedürfnisse und Trends integrieren und diese als immersive Prototypen nachgebaut. Zukünftige Nutzer*innen konnten sich anhand dieser Prototypen in die „Mensa 2.0“ einfühlen. Durch die Interaktion mit dem Prototypen, ebenso wie durch das auf den Prototypen fokussierte Interview mit dem Tester wurde wertvolles Feedback generiert. Das Feedback zu den entwickelten Zukunftsmensen haben wir genutzt, um unsere Prototypen entsprechend anzupassen oder zu erweitern.

Das Ergebnis sind vier Zukunftsszenarien, die mögliche Zukünfte der Hochschulkantine im digitalen Netzzeitalter aufzeigen. Die  Szenarien stellen jeweils eine gewisse Thematik besonders in den Fokus und überspitzen diese entsprechend. Mit den Szenarien verfolgen wir vor allem das Ziel, den Status Quo herauszufordern und zu provozieren.

Hier geht es zu den Zukunftsszenarien:
Die Mensamorphosse
Das Mensakollektiv
Die Food Lab Mensa
Die Omnimensa

Fordere den ganzen Report unter start@foodkompanions.com an.